18.05.2004
Beitrag für das Amtsblatt von Eberswalde

Zur Spielplatzdiskussion in Finow-Ost

Die im Stadtteil Finow aufkommende Diskussion um Erhalt oder Rückbau von Spielplätzen im unmittelbaren Wohnumfeld verdeutlicht, dass soziale Aspekte in der Stadtplanung bisher unzureichend Berücksichtigung fanden. Unterschiedliche Interessen und Lebensgewohnheiten der Generationen treffen immer häufiger auf einander. Das nachvollziehbare Bedürfnis der älteren Bewohner/Innen nach Ruhe verlangt ebenso unsere Aufmerksamkeit wie der Wunsch jüngerer Menschen nach Geselligkeit. Die Fraktion Grüne/BFB vertritt den Standpunkt, dass mit dem Rückbau der von Jugendlichen zurzeit als Treffpunkt genutzten Spielplätze die Probleme nicht dauerhaft zu lösen sind. Wenn Spielplätze zunehmend nicht mehr als Platz zum Spielen genutzt werden, sollte das für uns ein ernstes Signal darstellen, integrierend zwischen den Konfliktparteien tätig zu werden. Unsere Arbeit muss darauf gerichtet sein, unsere Wohngebiete dauerhaft vital zu erhalten. Mehr als in der Vergangenheit sollte die Ausschussarbeit genutzt werden, um diese Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Dabei darf es nicht nur um Rückbau oder Erhalt der Spielplätze gehen. Es kommt darauf an langfristig akzeptable Alternativen zu entwickeln.

Karen Oehler
Stadtverordnete Fraktion Grüne/BFB
Mitglied im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt